Verfasst von: silverturtle11 | Februar 20, 2009

mdina – ein ausflug ins mittelalter?

nachdem wir die letrzten tage fleißig waren, sind wir heute als touris in die alte hauptstadt mdina gefahren. der hinweg schien über die ganze insel zu führen. da wir bereits in der nähe unseres zieles waren, uns dann aber wieder davon entfernten, hatten wir schon angst, den ausstieg verpasst zu haben oder im falschen bus zu sitzen – das kann hier durchaus passieren:-) – aber dann sind wir nach 60 minuten angekommen.

mdina liegt auf einem hügel und ist von kleinen schmalen gassen geprägt. in ca. 90 minuten hatten wir die ganze stadt abgelaufen und jeden winkel fotografisch festgehalten. die stadt ist auf jeden fall eine reise wert, auch wenn das angekündigte mittelalterflair nicht so rüber kommt, wie angepriesen. das mag daran liegen, dass man in jeder gasse sofort angesprochen wird, ob man denn nicht interesse an einer show oder ähnlichem hat. insgesamt gibt es 4 historische aufführungen bzw. ausstellungen plus verschiedene museen.

wir haben uns in die „dungeons“ gewagt und uns mit den verschiedensten foltermethoden vertraut gemacht, die die diversen belagerer maltas in petto hatten. seit dem wissen wir auch, dass die todesstrafe hier erst 1971 abgeschafft wurde.

hier noch ein paar (beweis)fotos:

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Verfasst von: silverturtle11 | Februar 19, 2009

beweisfotos…

…nachdem wir vermehrt beschwerden darüber erhielten, keine fotos von uns online zu stellen oder gar gemutmaßt wurde, wir seien gar nicht hier, bitten wir folgendes zur kenntnis zu nehmen:-)

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jana im hafen von sliema – im hintergrund valetta

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olivia in marsaxlokk

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jana vor dem brunnen in valetta

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olivia in den busket gardens

Verfasst von: colouredcat | Februar 17, 2009

Unter der Sonne auf Gozo :-)

Nach vielen langen Tagen mit Weltuntergangswetter letzte Woche (wir berichteten :-)) ist seit gestern wieder besseres Wetter. Und da dachten wir uns: Auf nach Gozo!

Damit das ganze nicht zu langweilig wird, haben wir uns einer – wie sich rausstellte – Rentnertour angeschlossen, die uns zu allen sehenswerten Punkten der „grünen“ Insel führte. Rentnertouren – das haben wir schnell gemerkt – haben den Vorteil, dass man bei jedem Haltepunkt Zeit für ca. 100 Photos hat, weil es genau so lange dauert, bis alle 10 Rentner aus dem kleinen roten Bus herausgeklettert sind.

Die Tour war aber sehr interessant, gesehen haben wir die Cliffs, Calypso’s Cave (dort hat sie Odysseus angeblich gefangen gehalten), die Citadelle in der Hauptstadt Victoria, San Gwann Battista (eine Kirche mit einer der größten Kuppeln der Welt) und die Ggantija-Temples. Der Eindruck, den die letztgenannten Tempel auf uns machten, verhielt sich aber leider indirekt proportional zum Eintrittspreis. Ohne Beschilderung war es ein großer Haufen Steine. Aber mit ein bisschen Vorstellungskraft haben wir das wett gemacht.

Hier noch ein paar Bilder zum gestrigen Tag:

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Blick von Gozo auf Gozo, Malta, Comino

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Steilklippen von Ta`Cenc

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Blick aus Calypsos Cave

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Gesichtet in der Citadelle in Victoria (Hauptstadt von Gozo)

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….und so ging unser Tag zu Ende…

Verfasst von: silverturtle11 | Februar 14, 2009

das liebe wetter…

falls ihr euch wundert, warum ihr keine neuen spannenden berichte von uns zu lesen bekommt: das wetter ist schuld. seit mittwoch regnet es jeden tag, so dass wir erstmal eine sightseeingpause eingelegt haben. unser tag besteht zur zeit darin, beim frühstücken nicht zu erfrieren – heute waren es 9grad- und dann in der ersten regenpause ein cafe zu erreichen:-). es regnet nämlich immer ca 20min und dann sind 20min pause. das wetter führt allerdings dazu, dass es bald im haus wärmer sein  könnte als draußen, weil sich das haus zwar bemüht abzukühlen, aber mit den außentemperaturen teilweise nicht schritt halten kann:-).

zu arbeiten hatten wir die woche auch nicht viel. die verhandlung, die wir angucken wollten, ist ausgefallen.

wir waren ein paar mal in valetta in unserem „stammcafe“, dem cafe jubilee.

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bei der gelegenheit gleich noch ein paar eindrücke von dieser tollen stadt:

der Brunnen – „Triton Fountain“ steht auf dem platz, den man als hauptbusterminal bezeichnen kann.

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die busse hier sind auch für sich eine sehenswürdigkeit. teilweise uralt, teilweise sogar mit fernseher ausgestattet. das mag daran liegen, dass die busfahrer eigentümer ihrer fahrbaren untersetzer sind und wohl unterschiedliche finanzielle möglichkeiten habe.

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Verfasst von: silverturtle11 | Februar 10, 2009

national holiday in valetta

heute haben wir ein stück maltesische kulur eingeamtmet: am 9.2. ist hier st pauls day, ein tag an dem die streng katholischen malteser ihre heiligen verehren. vormittags wurde in der parkanlage upper barracca gardens salutiert. dazu sind 8 soldaten aufmaschiert, die 8 kanonen bedient haben. war sehr amüsant zu sehen, wie sich die einzelnen soldaten bewegen, wenn sie die formation velassen. natürlich wurden keine kanonen abgefeuert, sondern eine etwas modernere alternative.

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nach einem marsch des blasorchesters durch die straßen der stadt kam es dann 17.30 zum höhepunkt, der sehr viele touris und malteser angelockt hat. sämtliche geistliche sind von der st pauls church los gezogen und haben verschiedene relikte und eine heiligen figur auf einer barre getragen.

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sehr interessant war auch, dass die leute auf der straße während des bandmarsches papierschnipsel durch die gegend warfen, die sich am tagesende zu richtigen bergen türmten. die kinder haben sich damit beworfen und darin rumgewälzt.

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auf dem rückweg haben dann auch die etwas älteren malteser gefallen daran gefunden papier durch die gegend zu befördern. dabei haben sie etwas gerufen, so dass es durhaus ein brauch sein kann. da wir auch opfer einer papierbombe wurden, reden wir uns nun ein, dass dies glück bringt:-).

Verfasst von: colouredcat | Februar 8, 2009

erste eindrücke – etwas anders

Bei der Gastfamilie angekommen, waren im ganzen Haus gefühlte 10 Grad bei einer Außentemperatur von 16 Grad (weiß gar nicht, wie das geht) und ich habe selbst mit mehreren dicken Pullovern noch gefroren. Nach der Bekanntschaft mit dem Hund des Hauses, der garantiert der hässlichste Hund der ganzen Welt ist und den zwei Katzen, die gleich mal den Tisch als Sitzplatz bevorzugten, bin ich hoch in unser Zimmer und hätte laut losgeschrien, wenn ich nicht so müde gewesen wäre.

Das Zimmer (bei Gelegenheit ein Photo) ist zwar sehr geräumig (eigentlich für 3 Leute), aber leider sind die Wände aus nacktem Stein -kein Scherz- (erklärt auch die Raumtemperatur) und die Betten mit Matratzen von ca. Anfang des letzten Jahrhunderts nicht gerade rückenfreundlich. Drauf gesetzt sinkt man gute 20 cm ein und sitzt so fast wieder auf dem Boden. Ein Spaß…

Im Anfall großer Güte haben wir dann im Kampf gegen die arktischen Temperaturen einen treuen Gefährten bekommen – den Gasheizer. Der produziert zwar mehr Gasgeruch als dass er Wärme von sich gibt, aber jedenfalls ist er bisher noch nicht explodiert. Hier ist es das Jahr über immer so warm, das sind die einfach nicht auf Temperaturen unter 20 Grad eingestellt.

Unser Bad muss nicht nur ohne Fenster, sondern auch ohne Heizung auskommen, was das duschen zu einem besonderen Erlebnis macht (ich nenne es liebevoll Eisbaden) – besonders wenn wir vergessen haben, den Warmwasser-Boiler 15 Min. vorher anzustellen. Dann ist auch das Wasser kalt.

Das Essen ist auch sehr witzig, das groß angekündigte Abendessen, was wir in der Gastfamilie für die erste Woche dazugebucht haben, war dann doch von Tag zu Tag ernüchternder. Mal gab es Reis mit Tomatensoße, mal Couscous mit Ekel-mini-cordon-Bleu, mal Nudeln mit dem Rest der Soße vom Reis und gestern Pellkartoffeln mit Ricotta. Ihr seht, stets ein Festmahl.

Mit der Hygiene nehmen die es auch nicht so genau, die Küche ist ziemlich schmuddelig und der Kühlschrank und Herd sind auch noch von vor dem Krieg.

Ansonsten haben wir uns mittlerweile aber ganz gut eingelebt. Es ist eben doch eine andere Kultur, aber das macht es ja auch spannend. Fast jeder spricht gut Englisch (wenn auch mit Akzent) und so können wir uns gut verständigen. Die Landessprache Maltesisch hört man auch oft. Die, die es interessiert, wie diese

Sprache so ist, sollten mal bei Google „Maltesisch lernen“ eingeben. Ist sehr lustig, wie wenn ein betrunkener Inder rückwärts redet :-).

Ich war bisher zweimal in der Kanzlei, in der ich hier Praktikum mache. Hatte am zweiten Tag auch gleich einen Fall, den der Chef groß mit „deutschem Bezug“ ankündigte. ich dachte Wunder was das wohl für eine spannende Rechtsfrage sein wird. Letztlich war der deutsche Bezug aber nur, dass Thyssen Mandant ist. Nix mit deutschem Recht…

Ansonsten haben wir hier schon einige Sehenswürdigkeiten besucht, waren u.a.

bei den Dingli Cliffs, dem höhsten Punkt der Insel (Steilklippen) mit Wind in Orkanstärke,

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in Valletta, haben eine Höhle angesehen mit Ausgrabungen,

waren im idyllischen Fischerdorf Marsaxlokk,

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und in Buskett Gardens (Parkanlage, überall Orangenbäume und tolle Palmen).

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Alle ist gut per Bus erreichbar, man sollte allerdings nicht ganz so empfindlich sein, wenn der Busfahrer bergrunter auch gerne mal in der rechten Hand ein Handy hält und telefoniert und in der linken Hand seine Zigarette hat.

Für alle, die sich jetzt fragen, wo es auf Malta Berge geben soll, die der Bus runter fährt nur soviel: Malta ist zwar insgesamt flach, hat aber dermaßen viele Hügel,  dass Straßen steil abfallen und auch ebenso stark wieder ansteigen. Ist wie ständig in einer Half-Pipe laufen. Aber das trainiert

:-).

Verfasst von: silverturtle11 | Februar 7, 2009

eindrücke…

inzwischen sind wir eine woche hier und haben schon eine menge zu berichten:

hier einer meiner ersten positiven  eindrücke an der promenade in sliema

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allerdings haben wir auch in vielerlei hinsicht einen kulturschock erlebt. mein prägenstes erlebnis, war mein erster tag bei gericht:

als erstes müsst ihr wissen, dass amts- und gerichtssprache maltesisch ist. nur wenn eine partei diese sprache nicht versteht, kommt englisch als zweite amtssprache ins spiel. bei meiner verhandlung war dem so, da die angeklagte deutsche ohne matesischkenntnisse ist.

außerdem gibt es keine amtsermittlung, der anklagende ist nur der anklage verpflichtet und muss nicht auch nach entlastendem material forschen. vor gericht schlägt sich das so nieder, dass es zum richtigen schlagabtausch von anklage und verteidigung kommt.

so viel zur vorgeschicht. hier ist es so, dass auf eine uhrzeit ca. 10 fälle terminiert sind. normalerweise ist das über aushänge erkennbar, die den unseren in deutschland vergleichbar sind. vor unseren gerichtssaal  war aber kein aushang vorhanden. der richter kam dann 40minuten nach der angesetzten uhrzeit und unser fall ging mit ca. einer stunde verspätung los.

hier hat man allerdings glück, wenn man es überhaupt mitbekommt, wenn der eigene fall los geht. durch die ungünstige terminierung herrscht auf den gängen im gericht das reinste chaos. zwar gibt es auch hier den dreifachen aufruf, doch erfolgt dieser nicht mit mintenabstand im ganzen gebäude durch lautsprecher! nein, ein gerichtsdiener hält seinen kopf aus der tür und spricht dreimal hintereinander die sache in den lauten gang. sehr interessant.

als wir dann drinnen waren, ich saß bei den zuschauern ganz hinten im raum, mein ausbildungsanwalt mit der angeklagten auf der entsprechenden bank direkt vor mir und der anwalt, der für meinen anwalt die verhandlung führte auf dem platz der verteidigung vom richter aus rechts.

zunächst verliest der inspektor, der vom richter aus links sitzt, stehend an einem pult, welches ganz nah bei dem richter links von diesem ist, so eine art anklagesatz. auf malta klagt also nicht der staatsanwalt an, der darf nur bei den ganz großen sachen ran, sondern der polizeiinspektor. er spricht in ein aufnahmegerät, was wohl auch der grund dafür ist, dass den richter nicht die bohne interessiert, was er von sich gibt. das hat zur konsequnz, dass er keinen grund hat im saal für ruhe zu sorgen.

teilweise waren in dem raum 20 personen!!! das ist nicht übertrieben. die zustände waren wie auf der post. die schwingtür zum gang ging aller 2minuten auf und irgendwer kann rein oder blickte in den raum. dann gab es noch eine zweite tür auf der anderen seite des raumes, so dass der gerichtssaal teilweise als durchgangszimmer genutzt wurde! ich erinnere nochmal daran, dass wir in einer strafrechtsverhandlung sind, die für dir angeklagte gefängnis zur folge haben kann!

ich habe während der ersten 30min dieser verhandlung kein wort verstanden und das liegt nicht an meinem englisch, sondern an der lautstärke. und die angeklagte saß nicht wirklich viel näher am geschehen als ich. der richter hat während des vortrages des inspektors auch kurz mit jemand anderem geredet. insgesamt haben während der verhandlung trotz des handyverbotsschildes 3 handys geklingelt. einmal das des verteidigers während der beweisaufnamhe. und was passiert: er geht ran! und er telefoniert kurz. natürlich hat er sich so gedreht, dass der richter bestensfalls nichts mitbekommt, was aufgrund des geräuchpegels auch nich so unwahrscheinlich ist.aber stellt euch das mal in deutschland vor.

Während der gesamte verhandlung kommen auch ab und zu igendwelche menschen zu verteidiger und inspektor und flüstern denen etwas zu. ob das stets was mit dem fall zu tun hat, mag ich zu bezweifel. wenn dann inspektor, verteidiger und richter hitzig ins gespräch kommen, dann wechseln sie auch mal ins maltesiche. man darf sowie so nich denken (so wir wir das taten), dass die hier alle ein perfektes englisch sprechen. es können zwar alle, aber teilweise gebrochen und jedenfalls sehr dialekt belastet. das wird daran liegen, dass maltesisch eine arabische sprache ist. unsere verhandlung endete dann mit vertagung zur weiterführung der beweisaufnahme nächste woche. ich bin schon sehr gespannt:-).

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